Zuversicht

Wählst du Angst oder Zuversicht?

Ehrlich gesagt, wollte ich DAS WORT in meinem Newsletter nicht schreiben, aber nun hat es auch mich eingeholt und da ich den nächsten Meditationsabend nicht real, sondern nur virtuell veranstalten werde, möchte ich meine Gedanken hierzu mitteilen.

Corona macht die Angst deutlich, die in jedem von uns existiert.

Der eine hat Angst um sein Leben oder das seiner Liebsten, eine andere hat Angst in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten und ein Dritter hat Angst, dass das Leben, das wir gewohnt waren, nie wieder so sein wird – was auch immer das für denjenigen bedeutet. Und hierbei ist es vollkommen unerheblich, wie andere diese Angst beurteilen, es kommt nur darauf an, sich dieser Angst zu stellen. Sie zu fühlen, anstatt sie wegzudrücken. Angst ist auch ein Schutzmechanismus, der uns dazu zwingt, wachsam zu sein. Andererseits bietet sie die Chance Glaubenssätze zu überdenken, das eigene Verhalten zu reflektieren, eigene Werte zu definieren und sie zu leben.

Wir leben in einer spannenden Zeit. In einer Zeit, in der die Weichen für die unmittelbare Zukunft gestellt werden und wir uns fragen müssen, wohin der Zug fahren soll. Und dies ist der Zug der Menschheit. Der Virus zeigt uns allen deutlich, dass wir miteinander verbunden sind. Das, was die alten Völker schon immer gewusst, die Spirituellen gepredigt und nun auch die Wissenschaftler bewiesen haben: Wir sind alle EINS. Egal ob arm oder reich, ob schwarz oder weiß, dick oder dünn – einfach nur Menschen und Teil der Natur.

Als Körpertherapeutin sehe ich täglich, dass wir verlernt haben, aus dem Herzen zu leben und die leisen Töne der Seele zu hören. Darum muss oft der Körper zuhilfe kommen und durch körperliche Symptome in seiner Sprache deutlicher werden. Genauso sehe ich diese Krise.

Die Kriege sind für viele immer noch zu weit weg, der Klimawandel zu wenig spürbar und zu abstrakt, um das Leben nachhaltig zu verändern. Es muss erst der eigene Leib bedroht sein, damit wir Menschen wirklich aufwachen. Und genau das ist meine Hoffnung: Ein Aufwachen aus der Bequemlichkeit, der Oberflächlichkeit, der Achtlosigkeit und der Ignoranz für das große Ganze. Ein Erwachen der Menschlichkeit, der Ehrlichkeit, des Mitgefühls, des Respekts und der Hilfsbereitschaft unter uns Menschen. Dann werden wir gemeinsam den Karren aus dem Dreck ziehen und den Wandel zu mehr Gerechtigkeit und wahrer Verbundenheit schaffen.

Das Leben ist so schön und ich freue mich auf die Zukunft!

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